Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlichen Pflanzenarten, die sich als Zimmerpflanzen eignen. Die meisten von ihnen sind Ziergewächse, das bedeutet sie wurden für ihren Einsatz im Haus gezüchtet. Das wichtigste Kriterium dabei ist die Größe, denn zwar sind Baumfarne beispielsweise hübsche Pflanzen, aber kaum jemand hat wohl eine 30 Meter hohe Zimmerdecke um diese auch artgerecht unterzubringen. Da loben sich doch die meisten den kleinen Fikus, außergewöhnliche Orchideen oder hübsche Bromelien. Zimmerpflanzen haben zwei entscheidende Unterschiede im Gegensatz zu allen anderen Pflanzen, die werden ganzjährig zumeist in Blumentöpfen kultiviert und unterliegen daher einem gewissen Größenanspruch. Streng genommen können auch klassische Gartenpflanzen, wie Tulpen oder Stiefmütterchen als Zimmerpflanze gehalten werden, allerdings machen die sich wesentlich schöner draußen, da sie dort eine breitere Ausprägung erreichen können. Klassisch kann die große Gruppe der Zimmerpflanzen in zwei Gruppen unterteilt werden. Zum einen in blühende Pflanzen, wozu Azaleen, Roseneibisch, Alpenveilchen, Usambaraveilchen, Einblatt und Weihnachtsstern zählen. Zum anderen in Grünpflanzen, auch Blattpflanzen genannt. Hierunter fallen Bogenhanf, Efeu, Gummibaum, Peperomien, Birkenfeige, Köstliches Fensterblatt, Zimmeraralie, Kroton, Schefflera, Efeutute und Zamioculas zamiifolia. Eine Mischung zwischen diesen beiden Hauptgruppen bilden blühende Exemplare, die zusätzlich saftige grüne Blätter zur Schau stellen, wie Bromelien, Grünlilien und Rex-Begonien. Hat sich der Blumenfreund erst einmal für eine Gruppe entscheiden, muss der zweite Blick dem späteren Standort gewidmet werden, denn nicht jede Zimmerpflanze gedeiht überall gleich gut. Während sich Orchideen und Kakteen gerne sonnen, bevorzugen der Gummibaum und das Efeu halbschattige Plätze. Drachenbäume und Schusterpalmen hingegen machen es sich lieber in dunklen Ecken gemütlich, haben also nichts auf der Fensterbank zu suchen. Ganz empfindliche Vertreter, wie Veilchen und Azaleen, reagieren schlecht auf warme Orte, hier muss speziell im Winter während der Heizperioden ein kühler Standort geschaffen werden. Optimal sind da Gewächshäuser, unbeheizte Wintergärten oder kühle Räume, wie das Schlafzimmer. So vielfältig die Arten an Zimmerpflanzen, so vielfältig sind auch ihre optischen Eigenschaften und ihr Anspruch an den perfekten Standort. Hilfreich sind da beim Kauf die beiliegenden Informationsetiketten. Wer unsicher ist, sollte den Blumenhändler zu Rate ziehen, damit einem die neuen Pflanzen auch lange Freude machen.