Zu der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae) gehören etwa 2900 Bromelien Arten, die ausschließlich in Südamerika, der Karibik, sowie in den südlichen Staaten der USA und Teilen Mexikos beheimatet sind. Zu den wohl bekanntesten Bromeliengewächsen zählen die Ananasgwächse, die bereits 1493 von Kolumbus mit nach Europa gebracht wurde.

Sie verbreiten sich bevorzugt an schwierigen Standorten, zum Beispiel in Baumkronen, in denen aufgrund hoher Sonneneinstrahlung und Verdunstung sehr wenig Wasser vorkommt. Ein Großteil der Bromelien wächst auf Stämmen oder Ästen anderer Bäume oder Pflanzen. Aber auch auf felsigen Untergründen sind sie zu finden, ebenso wie am Boden. Sie sind sehr genügsame Pflanzen, und kommen in allen Wüsten des amerikanischen Doppelkontinents vor. Selbst in über 4.000 Metern Höhe sind sie noch zu finden. Es gibt sogar drei Arten der Bromeliaceae, die sich zu fleischfressenden Pflanzen entwickelt haben.

Viele Pflanzen dieser Gattung bilden mit ihren Blättern Trichter, in denen sich das Wasser sammelt und so kleine Teiche entstehen. Diese dienen vielen Tieren als Lebensraum oder auch als Brutstätte für Larven. Es gibt sogar kleine Wasserpflanzen, die in diesen Miniaturökosystemen leben.

Als Zierpflanzen sind einige Bromelien Arten sehr beliebt, wie zum Beispiel die Aechmea fasciata, weil sie sehr lange blühen und sich sehr gut pflegen lassen. Am besten gießt man das Wasser direkt in den Trichter, damit die Pflanze optimal gewässert wird. Das Wasser im Trichter sollte allerdings regelmäßig gewechselt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Blätter anfangen zu faulen. Bromeliaceae mögen zwar die Sonne, sie sollten aber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte recht hoch sein, wie zum Beispiel in Wintergärten.

Ist ihre Blütezeit vorbei, muss sie entsorgt werden. Bis dies aber soweit ist, dauert es und bis dahin wird sie für einige Nachkommen gesorgt haben. Sie sind leicht selbst zu ziehen und so wird die Freude an diesen farbenfrohen Pflanzen nicht vergehen.

Katzenliebhaber sollten allerdings aufpassen, da Bromelien für den geliebten Teppichtiger giftig sein können.