Gesnerien sind eine Pflanzenfamilie, die zu den Lippenblütlerartigen (Lamiales) gehören und zu denen mindestens 3200 verschiedene Arten zählen. Benannt wurden sie nach dem Schweizer Mediziner und Naturforscher Konrad Gesner.

Sie kommen vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vor. Ihre Ausbreitung nach Norden reicht bis in die Pyrenäen hinein, sie kommen aber ebenso in Europa, sowie bis ins Himalayagebirge und Nordchina vor. Gen Süden findet man sie noch in Neuseeland oder in Südchile. Die meisten Arten der Gesneriaceae wachsen terrestrisch, also auf dem Boden. Es gibt aber auch einige Exemplare, die auch auf anderen Pflanzen wachsen.

Für ein vernünftiges Wachstum benötigen Gesneriengewächse viel Licht, allerdings sollte man es vermeiden, sie der direkten Mittagssonne auszusetzen. Zu wenig Licht ist hingegen auch nicht gut für die Pflanze, da die Triebe dann nur schwach wachsen. Ein gesundes Mittelmaß ist daher sehr wichtig. Die Raumtemperatur spielt ebenfalls eine große Rolle für ein optimales Wachstum und sollte 24° C nicht überschreiten. Das Gießen von Gesnerien ist von Art zu Art unterschiedlich, da alle Arten einen individuellen Bedarf an Wasser haben. Dabei sollten Gesnerien immer mit Wasser gegossen werden, das Zimmertemperatur hat und nicht zu kalt unmittelbar aus dem Wasserhahn kommt. Bei kaltem Wasser können sich bei manchen Arten weiße Flecken auf den Blättern bilden. Diese sind zwar nicht schädlich für die Pflanze, sehen aber nicht schön aus, da sie sich auch nicht mehr zurück bilden.

Die Haltung von Gesnerien ist insgesamt nicht ganz unproblematisch. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, kann sich echter Mehltau bilden, der allerdings mit einer guten Luftzirkulation verhindert werden kann. Auch sind Gesnerien anfällig für Wurzelfäule, wenn es zu kalt ist oder zu warm. Auch bei Feuchtigkeit kann es diesbezüglich Schwierigkeiten geben. Junge Triebe werden mitunter gerne von Blatt- oder Wollläusen heimgesucht, daher sollte die Unterseite der Blätter regelmäßig kontrolliert werden. Sollten sich gar Milben ansiedeln, ist die Gesnerie meistens leider nicht mehr zu retten und muss entsorgt werden.