Zu der Familie der Palmengewächse (Arecaceae) zählen ungefähr 2600 Palmenarten, die hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten vorkommen. Aber auch in trockeneren Regionen sind sie zu finden. Bereits vor über 70 Millionen Jahren waren Verwandte der heutigen Arten weit verbreitet.

Palmen halten auch einige Rekorde im Pflanzenreich, wie zum Beispiel die längsten Blätter einer Pflanze. Die gehören der Gattung Raphia und werden bis zu 25 Meter lang. Der größte Samen ist ebenfalls bei den Palmengewächsen zu finden und wird ungefähr 20 Kilogramm schwer. Er gehört der Seychellenpalme.

Palmen bestehen aus einem charakteristischen Stamm und einer Blattkrone. Sie verbreiten sich durch Auskeimung aus Samen und beginnen dann zunächst ihr Dickenwachstum, das heißt sie gehen in die Breite. Es kann bis zu fünfzehn Jahre dauern, ehe eine Palme beginnt in die Höhe zu wachsen. Die Folge dieser speziellen Wuchstechnik ist ein gleichmäßiger dicker Stamm.

Die Blätter in der Blattkrone werden als Wedel bezeichnet. Bei den meisten Palmenarten kommen auch Früchte vor, allerdings ausschließlich Schließfrüchte, wie Beeren. Die berühmteste ihrer Art ist dabei wohl die Kokospalme. Die Blüten der Palme beherbergen Samenanlagen, eingepackt in Fruchtblätter, die der Pflanze zur Vermehrung dienen. Bei kurzlebigen Exemplaren sterben die Palmen nach Öffnung der Blüten und der Bestäubung durch Insekten ab. Langlebige Exemplare sterben danach nicht ab und überdauern so viele Jahre.

Bestimmte Palmenarten als Zimmerpflanze nutzen

Die Ansprüche, die eine Palme hat, liegen in ihrer Herkunft begründet. Während zum Beispiel die wohl sehr bekannte Cocos-Palme viel Licht und Wärme braucht, gibt es ebenso Arten, die auch nur mit indirektem Licht gut leben können. Diese Palmenartenrten kommen meistens aus den Regenwäldern und erhalten dort nur indirektes Licht. Aus diesen Gründen sollte der Platz einer Palme im Haushalt sorgfältig ausgewählt werden. Die typischen Zierpflanzen sind wesentlich kleiner als ihre Artgenossen und können problemlos im Haus gehalten werden. Darüber hinaus dienen Palmen auch als Nutzpflanzen, werden in ihren Ursprungsregionen zum Hausbau und zur Bodenstabilisierung beim Gartenbau verwendet. Viele ihrer Früchte sind essbar.