Die Osterglocke ist eines der schönsten Anzeichen für den Frühling, denn sie blüht zuverlässig jedes Jahr um die Osterzeit und erfreut den Betrachter mit ihrer satten gelben Farbe. Eigentlich ist dabei der Name nur dem Umstand zu verdanken, dass ihre Blütezeit eben im März und April liegt. Rein botanisch betrachtet ist die Osterglocke nämlich ein Narcissus pseudonarcissus, eine gelbe Narzisse. Narzissen gehören zur Familie der Amaryllidaceae, der Amaryllisgewächse und haben eine Vielzahl bunter Familienmitglieder. Aufgrund ihrer Schönheit wurde sie im Jahre 1981 sogar zur Blume des Jahres gekürt.

Osterglocken in der VaseLeider darf man sich die Osterglocken nicht in der Natur pflücken und sie sich in eine Vase stellen, denn sie sind inzwischen freilebend recht selten geworden und deshalb streng geschützt. Allerdings gibt es natürlich längst Nachzuchten. Diese haben dann ebenfalls eine sattgelbe Blüte mit einem weißen Stempel in der Mitte und verfügen über ein schickes Blattwerk, bestehend aus zwei großen Blättern, allerdings ist bei Ihnen die Blüte wesentlich größer als bei den Artgenossen in der Natur. Im Handel sind sie entweder als Schnittblumen erhältlich und komplettieren so einen herrlichen bunten Frühlingsstrauß oder als Blumenzwiebeln. Diese müssen dann von eifrigen Hobbygärtnern frühzeitig in die Erde gesetzt werden und dann treiben die Osterglocken selbstständig in der Osterzeit aus.

Berührungen mit der Hand können unangenehm sein und sollten vermieden werden, denn die 40 Zentimeter kleine Pflanze ist giftig und kann Hautreizungen auslösen. Spannenderweise war gerade dieser Umstand ein Grund für die Beliebtheit der gelben Narzisse in der Antike. Hier galt sie in der Heilmedizin als Hilfsmittel bei Schuppenflechten und ähnlichen Erkrankungen der Haut und im Mittelalter sollte sie auch vor Übelkeit und Erkältungen kurieren.

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