Immer noch oft ein vernachlässigter Punkt bei der Pflege von Pflanzen ist das Düngen. Doch was der Bauer draußen aufs Feld kippt und auch zur Rasenpflege im Garten draußen absolut notwendig ist, sollte auch bei den eigenen Zimmerpflanzen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Schlimmstenfalls können die blühenden und immergrünen Pflanzen sonst eingehen, weil ihnen die notwendigen Nährstoffe fehlen. Die Erklärung, warum das speziell im Haus so wichtig ist, ist leicht. Jede Pflanze steckt in einem Topf, hat also eine bestimmte Menge an Erde zur Verfügung die wiederum mit einer gewissen Menge an Nährstoffen natürlicherweise angereichert ist. Somit bildet sich ein Miniaturökosystem. Doch mit der Zeit, je nach Bedarf der Pflanzen und Größe des Pflanzgefäßes, ist der Nährstoffvorrat in der Erde erschöpft. Die Pflanze hat die Erde ausgelaugt und findet nun keine wichtigen Bestandteile mehr, die wesentlich sind für ihr Wachstum und ihre Gesundheit. Es ist also absolut notwendig, die verbrauchten Nährstoffe nun ergänzend der Erde wieder zuzuführen. Dazu gibt es im Fachhandel spezielles Granulat, Sprays und Flüssigkeiten, die ins Wasser gegeben werden können, mit dem die Pflanzen gegossen werden. Wichtig hierbei, jede Pflanze hat andere Bedürfnisse, speziell bei sensiblen Vertretern wie Bonsaibäumchen oder Zierrosen ist es daher wichtig, genau die Pflegeanleitungen auf den Düngemittelverpackungen zu beachten. Im Zweifelsfall sollte auch ein Fachhändler zu Rate gezogen werden. Wie bei allem gilt auch hier, weniger ist mehr. Der Dünger muss genau dosiert werden, nur weil man es gut meint, extra viel in die Pflanzen zu schütten führt zu einem Überangebot an Nährstoffen und kann im Umkehrfall großen Schaden verursachen. Auch auf Experimente empfiehlt es sich zu verzichten, nur weil noch etwas Rasendünger in der Garage lagert, ist der noch lange nicht gut für Palmen oder Kakteen. Jedes Pflänzchen hat seinen eigenen Bedarf an Nährstoffen und braucht deshalb einen eigenen Dünger.