Pflanzen brauchen Wasser. Was sie in der Natur über ihre Wurzeln im Boden aufnehmen oder durch Niederschläge beziehen, muss der Mensch ihnen per Hand zufügen. Andernfalls würden die Pflanzen verdursten. Doch selbst bei Aufgaben, die so leicht erscheinen, wie das Blumengießen, gibt es viele Dinge, die falsch gemacht werden. Die wichtigste Frage zuerst, wie viel Wasser benötigt eine Pflanze zum Leben? Das hängt ganz von der Art ab. Kakteen benötigen sehr wenig Flüssigkeit und sollten nicht öfter als einmal wöchentlich mit etwas Wasser versorgt werden. Zierrosen hingegen sind sehr durstig, da muss mitunter schon alle zwei bis drei Tage ein ordentlicher Schuss Wasser hinzugefügt werden. Das liegt in ihren Ursprungsregionen begründet. Kakteen kommen vordergründig in regenarmen Gebieten der Erde vor und sind es deshalb gewohnt, mit wenig Wasser auszukommen. Rosen sind da wesentlich anspruchsvoller. Es ist daher nicht empfehlenswert, einfach einmal wöchentlich die Gießkanne zu schwingen, dann dann könnten die durstigen Arten schon verdurstet sein. Neben dem richtigen Zeitpunkt ist demnach auch die Wassermenge von Bedeutung. Bei Größeren Exemplaren gibt es einen Trick, die Menge an Wasser abzumessen. Eine handelsübliche kleine Gießkanne für den Hausgebrauch ansetzten, und während des Gießens zählen, 21, 22, 23, dann aufhören. So hat man eine ungefähre Richtlinie, was den Bedarf angeht. Bei kleineren Blumen reicht ein Schluck, bei Unsicherheiten ist es besser, vorzugsweise öfters mit kleinen Mengen an Wasser zu gießen, als direkt die Blume zu ertränken. Das führt zu Wurzelverfaulungen und schließlich zum Absterben der Pflanze. Schließlich und endlich ist die Art und Weise des Gießens entscheidend. Manche Blumen müssen von oben gegossen werden, das heißt über den Wurzelballen oder die knollenförmigen Ausprägungen drüber, denn bei ihnen erfolgt die Wasseraufnahme nicht nur durch die Wurzeln in der Erde. Wieder andere mögen diese Gießweise gar nicht und dürfen nur von unten gegossen werden. Bestimmte Arten, wie die fleischfressende Pflanze, müssen unaufhörlich im Wasser stehen, während es Palmenarten oft reicht, nur mithilfe eines Zerstäubers besprüht zu werden.