Wer einmal die Freude an den hübschen Gewächsen gefunden hat, der wird versuchen, die Lieblingspflanzen selbst nachzuziehen. Gründe für diesen Wunsch sind vielfältig. Der Gang zum Gartencenter und das Geld kann dabei getrost gespart werden und viele Pflanzenliebhaber betrachten es als echte Herausforderung, selbst kleinen Pflänzchen ins Leben zu verhelfen. Doch so unterschiedlich die Pflanzenarten sind, so unterschiedliche Wege gibt es auch zur Nachzucht.

Grob lassen sie sich vier Gruppen einteilen. Bei der Vermehrung durch Samen werden diese einfach in gewünschter Menge in die Erde gesteckt. Gegossen und nach wenigen Wochen entstehen daraus neue Pflanzen. Diese Methode ist die beliebteste und einfachste der Selbstaufzucht. Eine weitere Methode, die exakten Ebenbilder der eigener Pflanze zu erhalten ist das Setzen von Stecklingen. Dabei wird eine Triebspitze gemeinsam mit einigen Blättern daran abgeschnitten und erneut in die Erde gepflanzt. Nach dem Gießen dauert es einige Zeit, ehe sich ein neues eigenständiges Wurzelwerk ausgebildet hat und die neue Pflanze genau so prächtig gewachsen ist wie die Mutterpflanze. Etwas weniger verbreitet, aber ebenfalls eine mögliche Form zur Vermehrung ist die Teilung der Mutterpflanze in einzelne Tochterpflanzen. Dazu wird die Pflanze ausgegraben und der Wurzelballen mit Hilfe einer Schaufel oder Säge getrennt. Dabei sollte beachtet werden, am Wurzelwerk auch einige Knospen und Äste zu belassen, damit die einzelnen Tochterpflanzen auch ordentlich angehen, nach dem erneuten einsetzen in die Erde. Eine schwierigere Form der Verbreitung von kleineren und größeren Bäumchen ist das Abmoosen. Dabei wird ein Einschnitt in einen Ast gemacht und in den Schnitt wird Moos (einfacher Spagnum-Moos) gesteckt, welches nun immer feucht gehalten werden muss. Das Resultat, der Einschnitt im Ast kann dadurch nicht zuwachsen und es bilden sich auf dem Moos neue Wurzeln aus. Nach einigen Wochen der Geduld kann der neue Ast abgetrennt werden und in die Erde gepflanzt werden, wo er dann weiter Wurzeln bilden kann. Im Bereich der Zimmerpflanzen würde diese Methode nur bei wenigen Pflanzenarten, wie dem Fikus, in Betracht kommen. Verbreiteter ist da die Methode der Setzlinge oder der Sameneinsetzung.